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Geschichte

Willkommen in Hemmerde,

dem alten Hellwegdorf, früher Hamarichi genannt.  Zum ersten Mal wurde unser Dorf ca. 827 in einem Güterverzeichnis der Abtei Werden a. d. Ruhr schriftlich erwähnt. Der älteste Ortsteil von Hemmerde ist wahrscheinlich Steinen. Dort befand sich sicherlich schon ein sächsischer Oberhof. Zur Zeit Karls des Großen um das Jahr 800 wird in Steinen die Existenz eines Königshofes vermutet.
                                             
post altFlächenmäßig überragt Hemmerde mit 1671 ha heute alle Orte weit und breit über den Kreis hinaus. 1839 hatte Hemmerde rund 1000 Einwohner, heute hat sich diese Zahl verdreifacht. An der Dorfstraße, die den Ort von der Bundesstraße 1 in Süd-Nord-Richtung durchschneidet, liegen die alte evgl. Kirche und die 1823 gebaute, im letzten Kriege ausgebrannte und wiederhergestellte kath. Kirche. Der Altar der letzteren steht unter Denkmalschutz.
Auf der Haarhöhe südlich Hemmerdes befinden sich die beiden Ortsteile Dreihausen und Vinning, dazwischen die Waldungen des Schelk, früher zum Kloster Scheda gehörend.
Auf der Ortsgrenze nach Holtum, am alten Hellweg, soll der Ort der weitbekannten sagenhaften „Schlacht am Birkenbaum" sein.
Wenn bislang die alten, aber heute gut modernisierten Bauernhöfe sowie Handwerker und Unternehmer dem Dorfe Hemmerde das Gepräge gaben, entwickelt sich der Ort immer mehr als Randsiedlungsgebiet des sich nach Nordwesten ausdehnenden Kohlen- und Industriebeckens.
In der, an der uralten Handels- und Heerstraße gelegenen Bauernschaft Hemmerde lassen sich schon lange vor dem Einsetzen einer schriftlichen Erwähnung menschliche Niederlassungen nachweisen. Die ältesten Belege stammen aus der jüngeren Steinzeit (5500 bis 1800 v. Chr.), als der Mensch von der jägerischen-sammlerischen Tätigkeit mit ständig wechselnden Aufenthaltsorten zu einem seßhaften Leben mit Ackerbau und Viehzucht überging. Zahlreiche Funde aus dieser und der römischen Zeit belegen ein reges Leben in und um unseren Ort Hemmerde.


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Bahnhof Hemmerde, historische Aufnahme

Kleine Chronik von Hemmerde

Um 880:   Erstmaliges Vorkommen des Dorfnamens als „in pago boratheron villa hamarichi” (Hemmerde im Gau der Brukterer) im Abgabenverzeichnis (Urbar) der Abtei Werden in Essen.
1023:  wird die zu Hemmerde gehörende Bauernschaft Steinen urkundlich erwähnt.
1152  taucht mit Widecho von Hemmerde ein Adelsgeschlecht auf, das sich nach dem Namen des Dorfes benennt.
1290   überträgt Graf Ludwig von Arnsberg das Patronat an der wahrscheinlich im 11. Jahrhundert entstandenen Kirche zu Hemmerde dem Grafen Eberhard von der Mark, der es dem Stift Scheda schenkt.
1303  wird ein Freistuhl erwähnt, der »auf dem Tigge« gestanden haben soll.
1416  wird von den Herren von Broel gt. Plater zu Westhemmerde neben der Pfarrstelle in Hemmerde eine Vikarie gestiftet.
1570   Reformation in Hemmerde
1750   besitzt Hemmerde eine Kirchspielschule
1820   Neubau der kath. Kirche
1850   Bau eines Spritzenhauses für die Brandwehr
1852   Bau der Eisenbahn Dortmund-Soest
1856   bleiben Steinkohlebohrungen in Hemmerde ohne Erfolg.
1872   Bau des Kriegerdenkmals
1874   Bau des Bahnhofs Hemmerde
1876   Gründung der Kornbranntweinbrennerei Lex
1890   Gründung und Bau der Molkerei
1908   wird Hemmerde an die Wasserleitung angeschlossen. Die ersten Wasseranschlüsse werden verlegt.
1909   Neubau der kath. Grundschule - heute Grundschule Hemmerde 1927   Neubau der ev. Grundschule - heute Bürgerhaus
1945  wird bei Kriegshandlungen die kath. Kirche in Brand geschossen. In den folgenden Jahren wird sie wieder hergestellt.
1948   Neue Währung. Jeder Bürger erhielt 40,00 DM in bar.
1962  wird für die Gemeinde Hemmerde ein Wappen genehmigt, dem das Siegel des Johann von Drenhausen aus dem Jahre 1383 zugrunde liegt -drei rote Hüte auf silbernem Grund.
1965  wird die Kläranlage fertig gestellt.
1968  wird die bis dahin selbständige Gemeinde Hemmerde der Stadt Unna eingemeindet und heißt jetzt Unna-Hemmerde
1997  feiert Hemmerde sein 1125jähriges Bestehen. 2004 wird ein Erinnerungsstein aufgestellt.
2002   Das frühere Spritzenhaus der Brandwehr wird renoviert und in ein Dorfmuseum umgewandelt
2003   wird ein mittelschlächtiges Wasserrad an der »alten Mühle« errichtet.

Quelle: Heimatverein des Kirchspiels Hemmerde e.V.